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Pflege, Reinigung und Reparatur von Strickwaren

Strick zu pflegen und zu reinigen ist ganz einfach, wenn du die Grundlagen für Kleidung aus Alpakawolle kennst. Die folgenden Hinweise gelten nicht nur für Alpa-Strick (einschließlich Mischungen aus Leinen und Alpaka), sondern auch für das Waschen und Pflegen anderer Wollkleidung.

Strickpflege

Mit gelegentlicher Pflege hält Kleidung länger. Das gilt auch für Strick aus Alpakawolle. Regelmäßige Pflege sorgt dafür, dass dein Pullover auch nach häufigem Tragen ordentlich aussieht.

Die langen, elastischen Fasern der Alpakawolle sind eine hervorragende Naturfaser, die nur wenig und langsam zu Pilling neigt. Die Knötchen sind im Grunde kleine Ansammlungen von Staub, Fett oder anderem Schmutz von der Oberfläche, die sich mit losen Fasern aus dem Strick und anderen Textilien verheddert haben.

Pilling kann entstehen, wenn Strick Reibung ausgesetzt ist, etwa durch eine Tasche, Schmuck oder einen Mantel. Mit der Zeit bilden sich Knötchen ganz natürlich an Stellen, die viel Reibung abbekommen, zum Beispiel unter den Armen oder an den Ärmeln eines Pullovers. Zum Glück lassen sie sich von hochwertigem Strick mit etwas Pflege einfach und schnell entfernen.

Kleiderbürste Premium für Strickwaren

Strick richtig bürsten

Die Pflege deiner Strickteile kann eine angenehme, entspannte Beschäftigung sein, etwa auf dem Sofa mit einer Tasse Kaffee oder bei deiner Lieblingsserie. Dafür brauchst du eine Kleiderbürste mit weichen Borsten. Eine Sprühflasche und ein Reinigungskamm für die Bürste machen es leichter, die Bürste allein genügt aber.

Leg das Kleidungsstück zum Bürsten auf eine ebene Fläche, zum Beispiel ein Bügelbrett oder ein festes Kissen. Auf einer stabilen Unterlage bleibt das Teil an seinem Platz, und die Pflege geht leichter.

Besprüh den Strick vor dem Bürsten leicht mit Wasser. So bleibt loser Staub an der Bürste haften, und die Umgebung bleibt sauberer.

Bürste die betreffende Stelle mit kurzen, kräftigen Strichen in Richtung der Maschen. Arbeite dich Abschnitt für Abschnitt durch das Kleidungsstück (Ärmel, Vorderteil, Rückenteil usw.). Knötchen, die sich nicht wegbürsten lassen, kannst du vorsichtig mit den Fingern abzupfen oder behutsam mit einer Schere abschneiden.

Staub, der sich in der Bürste sammelt, entfernst du am einfachsten mit einem Reinigungskamm für die Bürste, den du in unserem Onlineshop unter den Pflege- und Waschprodukten findest.

Die Oberfläche von Strick lässt sich auch mit anderen Hilfsmitteln pflegen, etwa mit einem Fusselrasierer oder einer Rasierklinge. Wir empfehlen aber in erster Linie das Bürsten, weil es die schonendste Pflegemethode ist.

Display in an Alpa store

Strick reinigen

Frische deinen Alpa-Strick in erster Linie durch Lüften auf. Atmungsaktive, weiche und warme Alpakawolle ist eine Naturfaser, die Schmutz kaum annimmt. Deshalb muss Strick nicht so oft gewaschen werden wie Kleidung aus vielen anderen Materialien.

Einzelne Flecken entfernst du am besten punktuell, zum Beispiel mit einem feuchten Tuch. Für die Fleckentfernung empfehlen wir Marseiller Seife.

Wenn Lüften oder punktuelles Reinigen nicht mehr reicht, ist es Zeit für eine Wäsche. Für Alpa-Strick empfehlen wir die Handwäsche. Am wichtigsten sind dabei die Wassertemperatur, ein behutsamer Umgang und dass du das Kleidungsstück nach der Wäsche wieder in seine ursprüngliche Form bringst.

Handwäsche

1. Füll eine Schüssel oder ein Waschbecken mit kühlem oder kaltem Wasser (etwa 20 °C).

2. Gib eine kleine Menge Seife für Wolle dazu (zum Beispiel weiße Marseiller Seife).

3. Drück das Kleidungsstück sanft zusammen, sodass das Waschwasser durch den Strick fließt.

  • Nicht reiben.
  • Nicht auswringen.

4. Wechsle das Wasser und spül das Kleidungsstück, indem du es sanft ausdrückst. Die Wassertemperatur sollte gleich bleiben.

5. Lass das Wasser ab und leg das Kleidungsstück auf ein Handtuch. Roll es im Handtuch ein und drück die Rolle sanft, um überschüssiges Wasser zu entfernen.

6. Bring das Kleidungsstück wieder in seine ursprüngliche Form und lass es liegend trocknen. Nicht aufhängen.

7. Bei Bedarf kannst du die Oberfläche des Stricks mit Dampf glätten.

Wenn du deinen Strick lüftest, Flecken punktuell entfernst, so selten wie möglich wäschst und diese Waschanleitung befolgst, bleibt dein Kleidungsstück lange sauber und schön.

Strick dämpfen

Dämpfen gehört zur Strickpflege

Alpaka ist eine strapazierfähige und elastische Faser, die nicht so leicht ausleiert. Bei intensivem Tragen kann aber auch hochwertiger Strick etwas aus der Form geraten, zum Beispiel an den Ellbogen. Eine der schönen Eigenschaften von Alpakawolle ist, dass sie als Naturfaser sehr gut auf Dampf reagiert und wieder in ihre ursprüngliche Form zurückfinden kann. Du kannst mit einem Dampfglätter dämpfen oder mit der Dampffunktion eines Bügeleisens bei mittlerer Temperatur. Danach sieht das Kleidungsstück wieder gepflegt aus.

Dämpfen ist ein wichtiger Teil der Strickpflege. Eine Oberfläche, die beim Waschen etwas knittrig oder leicht flusig geworden ist, lässt sich mit Dampf wieder glätten. Bei Bedarf kannst du das Teil mehrmals dämpfen, bis du mit dem Ergebnis zufrieden bist.

Neben der Pflege kannst du mit Dampf auch die Form eines Strickteils anpassen. Feuchter Dampf und Wärme lockern vorübergehend den Halt der Alpakafasern untereinander, sodass sich der Strick nach Bedarf dehnen oder etwas einlaufen lässt. Sobald der Strick getrocknet ist, behalten die Fasern ihre neue Form.

Zum Umformen brauchst du ein Dampfbügeleisen und eine Unterlage, die heißen Dampf verträgt. Stell den Dampf auf volle Leistung und die Temperatur auf die Wollstufe.

Beachte, dass sich sowohl das Dehnen als auch das Einlaufen beim Tragen teilweise wieder zurückbildet. Ein gekürzter Ärmel kann sich zum Beispiel wieder etwas verlängern, und ein gedehnter Bereich kann sich etwas zusammenziehen. Du kannst die Behandlung bei Bedarf wiederholen.

Wollstrick mit dem Bügeleisen dehnen

Strick zu dehnen ist ganz einfach. Leg das Kleidungsstück flach hin und dämpfe die Stelle, die du dehnen möchtest, gründlich. Zieh den Strick mit einer Hand vorsichtig in die eine Richtung, während du das Bügeleisen mit der anderen Hand in die Gegenrichtung führst. Wiederhole das, bis das gewünschte Maß erreicht ist.

Strick lässt sich erstaunlich schnell umformen. Falls du einmal zu stark dehnst, lässt sich das zum Glück recht leicht korrigieren.

Wollstrick mit dem Bügeleisen kürzen oder einlaufen lassen

Um Strick einlaufen zu lassen, dämpfe ihn, bis er leicht feucht ist, und schieb ihn dann vorsichtig zusammen, damit er kompakter wird. Lass ihn liegend trocknen und wiederhole den Vorgang bei Bedarf.

Auch wenn die Methode anfangs wenig wirksam erscheint, geht es meist fast genauso schnell und einfach wie das Dehnen.

Du kannst Strick auch punktuell einlaufen lassen, zum Beispiel um die Ärmelbündchen enger zu machen. Alternativ kannst du das Bündchen in heißes Wasser tauchen und vorsichtig zusammenschieben, damit es enger wird. Vermeide dabei starkes Reiben, sonst kann die Oberfläche verfilzen.

Wenn du Strick umformst, lass das Kleidungsstück vollständig trocknen, bevor du es trägst. Trockne Strick immer liegend, damit er nicht aus der Form gerät.

Strick reparieren

Strick aus 100 % Naturmaterialien kann viele Jahre halten, durch häufiges Tragen können aber irgendwann Löcher entstehen. Stellen, die viel Reibung abbekommen, wie Ellbogen und Bündchen, nutzen sich mit der Zeit ganz natürlich ab. Wird eine abgenutzte Stelle nicht rechtzeitig verstärkt, kann daraus ein Loch werden. Löcher im Strick solltest du möglichst bald reparieren, denn die Maschen rund um das Loch können sich leicht auflösen, und der Schaden kann größer werden.

Wenn du merkst, dass das Garn an einer beanspruchten Stelle dünner wird, verstärkst du die Stelle am besten gleich, bevor ein Loch entsteht. Dünn gewordener Strick hat oft eine leicht netzartige Struktur und lässt sich deshalb recht gut durch Stopfen verstärken.

Es gibt viele Arten, Strick zu stopfen. Verschiedene Techniken ergeben unterschiedliche Strukturen und Optiken.

Manche Stopftechniken folgen genau der ursprünglichen Maschenstruktur, sodass die reparierte oder verstärkte Stelle kaum zu sehen ist. Du kannst das Aussehen des Kleidungsstücks aber auch bewusst verändern, indem du die Stelle mit Garn in einer Kontrastfarbe verstärkst und die Reparatur so zu einem dekorativen Muster wird.

Anleitung zum klassischen Stopfen (Kreuzstopfen)

1. Sichere die beschädigte Stelle mit kleinen Stichen rund um das Loch, sodass alle Maschen am Lochrand in die Reparatur eingebunden sind. Für mehr Halt kannst du diesen Schritt wiederholen und eine zweite Runde auf die gleiche Weise nähen.

2. Beginne das Stopfen, indem du Spannfäden in Richtung der senkrechten Maschenreihen ziehst. Setze die Spannfäden so, dass die zuvor gesetzten Stiche darunter verschwinden.

3. Führe den Faden dann abwechselnd über einen Spannfaden und unter dem nächsten hindurch. Beginne entweder am oberen oder am unteren Rand. Am Ende jeder Reihe führst du den Faden durch eine Masche des Stricks und wendest zur nächsten Reihe. Mach so weiter, bis die ganze Fläche mit Spannfäden zu einem gleichmäßigen Gewebe geworden ist.

(Tipp: Wenn du eine spitze Stopfnadel verwendest, führe sie mit dem Öhr voran zwischen den Spannfäden hindurch.)

Vernähe die Fadenenden zum Schluss auf der Innenseite des Kleidungsstücks, indem du sie in den Strick einwebst. Mach besser keinen Knoten, damit sich die reparierte Stelle natürlich mit dem umliegenden Strick bewegen kann.

Wenn dein Strick an einer Stelle dünn geworden ist und eine netzartige Struktur hat, kannst du ihn nach Schritt 3 verstärken. In diesem Fall webst du das Reparaturgarn statt durch Spannfäden direkt durch die Maschen des Stricks.

Wenn du Reparaturgarn für einen bei uns gekauften Alpa-Pullover brauchst, schreib uns eine E-Mail an info@alpaknitwear.com und sag uns, welche Garnfarbe du benötigst. Wir schicken dir das Garn kostenlos per Post.

Videoanleitung zum Stopfen:

Video